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Breitungen
Breitungen - ein "sagenhafter" Brückenschlag vom Thüringer Wald zur Rhön. In Breitungen (ca. 4800 Einwohner), der größten Landgemeinde Südthüringens, verläuft die Grenze zwischen den beiden reizvollen Mittelgebirgslandschaften "fließend". Der Werralauf trennt im Ort auf eine ganz natürliche Art und Weise die Rhön vom Thüringer Wald und gleichzeitig das Dorf selbst in die Ortsteile Alten-, Frauen und Herrenbreitungen, die damit geographisch gesehen, in unterschiedliche Landschaften eingebettet sind. So zählt Breitungen am westlichen Werraufer zur Vorderen Rhön und in der östlichen Ausdehnung reicht die Flur bis an den Westhang des Thüringer Waldes. Um von einem Ortsteil zum anderen zu gelangen führt der Weg unweigerlich über die Werra. Zwei historische Steinbrücken und eine neue Stahl-Holzkonstruktion für Fußgänger und Radfahrer sind nicht mehr wegzudenken. Höchstwahrscheinlich haben auch in Breitungen, wie vielerorts, schon die fortschrittlichen Mönche die Anregung zum Bau der Brücken gegeben. Eine Klosterbrücke zwischen Frauen- und Herrenbreitungen wurde bereits im Jahre 1137 erwähnt. Die älteste schriftliche Kunde über den Ort selbst erhalten wir aus einer Grenzbeschreibung der Breitunger Mark des Jahres 933. Eine Breitunger Sage berichtet, dass die Kuttenträger für ihren eigenen Gebrauch zwischen den Klöstern Herren- und Frauenbreitungen einen Gang unter der Werra angelegt hätten. Beide Klöster existierten ca. 450 Jahre. An das Prämonstratenserinnenkloster Frauenbreitungen erinnert heute nur noch der Straßenname "Am Kloster". Vom Benediktinerkloster mit der romanischen, im Jahre 1112 geweihten Klosterbasilika auf dem Burghügel Herrenbreitungen ist ein beachtlicher Teil der historischen Bausubstanz erhalten geblieben. Diese Gebäude wurden im 16. Jahrhundert durch den Henneberger Grafen Boppo XII. und seine Frau Sophie zum Renaissanceschloss umgestaltet und zählen heute zu den kulturhistorisch bedeutsamsten Bauten der Region zwischen Thüringer Wald und Rhön. Mit der Entstehung des Aktivmuseums- Ländliches Brauchtum ist die Anlage seit 1994 regelmäßig zugänglich und Bestandteil des kulturellen Lebens. Seit 2007 befindet sich das Schloss in Privatbesitz. Geschmackvoll eingerichtete Gästezimmer, Säle, eine Festscheune, eine Schauschmiede und ein großes, gepflegtes Außengelände garantieren erholsame, aber auch spannende Urlaubstage, das richtige Ambiente für romantische Hochzeiten und Feste aller Art sowie perfekte Bedingungen für Tagungen und Seminare. Neben den bedeutsamen Bauten auf dem Burghügel sind die beiden Dorfkirchen, die Marienkirche und die Michaelskirche, die Kapelle in Altenbreitungen, der Marktplatz mit Zehntlinde und dem Glittstein sowie die „Untere Mühle“ sehenswert. Ebenfalls ortsprägend sind die großen Wasserflächen. Das Naturschutzgebiet „Breitunger Seen“ bietet Lebensraum für seltene Wasservögel und wird von Ornithologen und Wanderfreunden besonders geschätzt. Für Wasser- und Angelsportler sind die Kiesseen von besonderem Interesse. Der anliegende Campingplatz besticht nicht nur mit seiner Nähe zum Badestrand und einer Minigolfanlage, sondern bietet auch ein besonderes Übernachtungserlebnis in Form zweier uriger Schäferwagen und modern eingerichteter Bienenwabenhäuser. Der Fernradweg-Werratal und ein ausgedehntes Wanderwegenetz verbinden Breitungen mit den reizvollen Berg- und Tallandschaften des Thüringer Waldes und der Rhön. Gemütliche Unterkünfte und Restaurants bieten Ihnen Thüringer Spezialitäten, Köstlichkeiten aus dem Thüringer Kräutergarten und den bekannten Rahmkuchen. Geselligkeit und Lebensfreude machen sich breit bei Sommerfesten, Brauchtumsabenden und sportlichen Aktivitäten, wie Kegeln, Tennisspielen, Minigolf und Joggen und. Die Anbindung an das Bahnnetz und die Bundesstraße B19 ermöglichen eine gute Erreichbarkeit des modernen und geschichtsträchtigen Ortes und seiner umliegenden Gemeinden Fambach, Heßles, Rosa und Roßdorf.
Wir bedanken uns bei Frau Reum von der Gästeinformation Breitungen für diesen Text.
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