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Stadtportrait:
Speyer, die Stadt am Rhein, kann auf eine stolze Geschichte zurückblicken. Bereits um 10 v. Chr. entstand hier das erste Militärlager. Im 6. Jahrhundert wurde die Stadt unter dem Namen „Spira“ erstmals urkundlich erwähnt. Der salische Kaiserdom, 1981 von der UNESCO zum „Kulturerbe der Welt“ ernannt, zeugt heute noch von der europäischen Bedeutung der Stadt im Mittelalter. 1294 wurde Speyer Freie Reichsstadt. Zahlreiche Reichstage fanden hier statt, so auch die berühmt gewordenen Protestations-Reichstage von 1526 und 1529, bei denen die Spaltung der Christenheit besiegelt wurde. Heute verbinden sich historische Atmosphäre und moderne Lebensqualität, in der Kunst und Kultur einen außergewöhnlichen Stellenwert einnehmen. Die Domstadt am Rhein hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt, nicht nur mit Blick auf die kontinuierlich wachsenden Bevölkerungszahlen. Gegenwärtig zählt die Stadt rund 50000 Einwohner. Der Bau neuer Wohngebiete, Ausbildungsstätten und Industrieanlagen hat dafür gesorgt, dass Speyer eine Stadt mit Lebensqualität ist, in der es sich ebenso gut arbeiten lässt. Speyer ist auch Sitz zahlreicher Verwaltungseinrichtungen, regional und überregional wichtige Behörden und Institutionen wie die Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz, der Landesrechnungshof, das Landesbibliothekszentrum Pfälzische Landesbibliothek, das Landesarchiv, das Landessozialgericht und die Landwirtschaftliche Sozialversicherung Hessen, Rheinland- Pfalz und Saarland. Darüber hinaus findet Speyer als Schulstadt breite Anerkennung im Umland. Neben den fünf Gymnasien und den zwei Realschulen beweisen die Berufsbildenden Schulen, Fachschulen und andere Bildungsprogramme, dass in Speyer der Aus- und Weiterbildung besondere Bedeutung zukommt. Und nicht zuletzt ist Speyer Sitz einer Einrichtung mit weltweitem Ruf, nämlich der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften, der einzigen post-universitären Ausbildungsstätte für den gesamten höheren Verwaltungsdienst in der Bundesrepublik Deutschland.
Sehenswürdigkeiten:
Dom zu Speyer: Der Kaiserdom zu Speyer wurde 1981 als das bedeutendste und größte romanische Bauwerk Europas in die Liste der UNESCO – Weltkulturgüter aufgenommen. Unter Konrad II. wurde 1030 der Grundstein gelegt und 1061 die Domkirche geweiht. Altpörtel: Das Altpörtel ist mit 55m eines der höchsten Stadttore Deutschlands. Das westliche Haupttor bildete mit der Stadtmauer und weiteren Türmen die mittelalterliche Stadtbefestigung. Jüdisches Viertel: Das jüdische Viertel in Speyer mit dem jüdischen Ritualbad Mikwe, den Synagogen und den mittelalterlichen Bethäusern. Gedächtniskirche: Die Gedächtniskirche wurde zwischen 1893 und 1904 im neugotischen Stil zur Erinnerung an die 1529 auf dem Reichstag zu Speyer vollzogene Protestation errichtet. Mit hundert Metern Höhe überragt ihr Turm alle Gebäude der Stadt - auch den Dom. Dreifaltigkeitskirche: Die Dreifaltigkeitskirche wurde als lutherische Kirche nach dem Vorbild der Frankfurter Katharinenkirche zwischen 1701 und 1717 erbaut. Die Inneneinrichtung ist ein schönes Beispiel barocker Holzarchitektur. Rathaus: Im 18. und 19. Jahrhundert haben die Stadtväter im stattlichen Rathaus residiert, einem repräsentativen Spätbarock, der zwischen 1712 und 1726 nach Plänen des kurpfälzischen Baumeisters Breunig errichtet wurde. St. Magdalena Kloster: Das Kloster St. Magdalena wurde 1232 gegründet und wurde 1304 in ein Dominikanerinnenkloster umgewandelt. Die heutige Kirche stammt aus den Jahren vor 1708. St. Ludwig: St. Ludwig birgt Reste des Chores der 1266 erbauten Dominikanerkirche. Mit dem Boßweiler Altar aus dem Jahre 1485 und einem gewirkten Antependium um 1500 besitzt die Kirche zwei bedeutende pfälzische Kunstwerke der Spätgotik. Fischmarkt: Im 13. Jahrhundert wurde der Fischmarkt als Marktort und Stapelplatz genutzt. Skulpturengarten: In enger Zusammenarbeit zwischen den Stadtplanern und dem Künstlerbund Speyer e.V. wurde der Skulpturengarten in unmittelbarer Nähe zum Künstlerhaus 1985 aufgebaut. Alte Münze: Die Alte Münze wurde als "neues Kaufhaus am Markt" 1748 an der Stelle der mittelalterlichen Münze (Haus der Münzer) errichtet. Bis ins 19. Jahrhundert Umschlagplatz für den Handel, später Sitz verschiedener Behörden.
Vielen Dank
an die Stadt Speyer für die Überlassung der Texte.
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