Emden

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Seehafenstadt Emden

Lebens- und liebenswert, fortschrittlich und traditionell, so präsentiert sich Emden, Deutschlands westlichste Hafenstadt, den Besuchern aus nah und fern. So wechselvoll sich die Geschichte der Stadt an der Emsmündung auch gestaltete, immer bestimmte der Hafen in besonderer Weise das Schicksal der Stadt, die bereits im Jahre 800 unter dem Namen „Amuthon“ als Handelsniederlassung an der Emsmündung entstand.

Im Jahre 1495 verlieh der spätere Kaiser Maximilian I. den Emdern das im Volksmund liebevoll „Engelke op de Muer“ genannte Stadtwappen. Es zeigt im oberen Teil den Jungfrauenadler aus dem Cirksenawappen, in der Mitte eine zinnengekrönte Stadtmauer als Zeichen der Befestigung und im unteren Teil die blauen Fluten der Ems, Symbol für Fluss- und Seeschifffahrt.

Heute leben im modernen Emden, das inzwischen einen industriellen Akzent aufweist, mehr als 51.000 Einwohner. Noch immer bilden Hafenumschlag und Schifffahrt für eine große Zahl von Betrieben in der Region mittelbar oder unmittelbar die Arbeitsgrundlage.

Die Emder Schiffbauer blicken auf eine lange Tradition zurück. Die beiden Großwerften Nordseewerke und Cassens stellen einen wichtigen Faktor im ostfriesischen Wirtschaftsleben dar.

Die Autofabrik am Meer - das Volkswagenwerk Emden – als größter Arbeitgeber der Region, ist ein weiteres wirtschaftliches Standbein der Stadt. Von den derzeit etwa 8000 Beschäftigten stammen etwa 80 Prozent aus dem ostfriesischen Raum und 20 Prozent aus Emden.

Hier werden die Modelle Passat Limousine und Passat Variant produziert. Darüber hinaus sind mehrere tausend Menschen in der Region als Dienstleister im Auftrag des Automobilsbauers tätig.

Auf dem Gelände der ehemaligen Raffinerie FRISIA in Emden wird durch die Stadt Emden der ca. 100 ha große „Industriepark FRISIA" entwickelt. Der "Industriepark FRISIA" bietet zahlreichen Unter-nehmen die Möglichkeit, sich an einem verkehrsgünstig angebundenen Ort anzusiedeln.

Zur Standortsicherung trägt neben dem Industriepark Frisia, als eines der zukunftsweisenden Projekte in Norddeutschland, dem Volkswagenwerk Emden und dem Emder Seehafen immer mehr die regenerative Energie bei.

In den vergangenen Jahren hat sich Emden zur regenerativen Hauptstadt Europas entwickelt. Die Stadt setzt dabei nicht nur auf die regional nahe liegende Windenergie, sondern auch auf Photovoltaik, Solarthermie und Biomasse. Im Windpark Wybelsumer Polder stehen vier der größten Windmaschinen der Welt mit einer Leistung von bis zu 6 MW. Weitere sind geplant. Von Emden aus werden Windmaschinen in die ganze Welt verschifft. Als Basishafen für Offshore Windparks ist Emden gut gerüstet.

Darüber hinaus werden zur Zeit Planungen für Offshore-Windkraftwerke in der westlichen deutschen Nordsee betrieben. Bis 2011 sollen bis zu 240 Windkraftanlagen ein Offshore-Windkraftwerk mit einer Leistung von bis zu 1.200 MW ergeben.

Emden stellt aber weit mehr als das industrielle Zentrum Ostfrieslands dar. Auf dem Bildungssektor kommt der Stadt als Fachhochschulstandort eine zusätzliche Bedeutung als wissenschaftlicher und kultureller Schwerpunkt zu.

Die Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven wurde am 1.1.2000 durch den Zusammenschluss der drei Fachhochschulen im Nordwesten gegründet. Sie ist mit rund 10.000 Studierenden (ca. 3.750 davon in Emden) die größte Fachhochschule Niedersachsens. An dieser Hochschule finden Studieninteressenten ein breit gefächertes Studienangebot, das sich auf die fünf Standorte Emden, Elsfleth, Leer, Oldenburg und Wilhelmshaven verteilt. In neun Fachbereichen werden rund 60 Studiengänge angeboten.

Auch touristisch hat Emden vielerlei zu bieten. Wassertouristen können im Alten Binnenhafen vor Anker gehen, wo gut ausgestattete Liegeplätze in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Wer die Annehmlichkeiten des Wohnmobils den schwankenden Planken vorzieht, auch der findet hier, nur wenige Schritte vom Stadtzentrum entfernt, einen modernen, mit Strom- und Wasseranschlüssen sowie sanitären Anlagen ausgestatteten Standplatz.

Kultur gibt es reichlich. Wer auf Emdens historischen Spuren wandeln will, sollte keinesfalls versäumen, das Ostfriesische Landesmuseum im Rathaus am Delft zu besuchen.

Das Ostfriesische Landesmuseum – ein Haus mit Geschichte
„Concordia res parvae crescunt“ – Durch Eintracht wachsen kleine Dinge. Dieses Motto schmückt noch heute das historische Hauptportal des Rathauses am Delft in Emden. Es versinnbildlicht auch die Geschichte des ursprünglichen Renaissance-Bauwerks (Baumeister Laurenz van Steenwinkel) – seine Planung, Erbauung und Ausgestaltung in den Jahren 1574 bis 1576 ebenso wie nach seiner Zerstörung am 6. September 1944 den Wiederaufbau zwischen 1959 und 1962. Das Emder Rathaus gehörte nie zu den „kleinen Dingen“ in der Stadt. Seit 1962 beherbergte das wieder aufgebaute Rathaus neben Bibliothek, Stadtarchiv, Kultur- und Standesamt vor allem das Ostfriesische Landesmuseum als Begegnungsstätte von Kunst und Kultur mit den Sammlungen der Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer von 1820 und die berühmte Emder Rüstkammer.

Nach über 40 Jahren fast unveränderter Dauerausstellung wurde das Ostfriesische Landesmuseum Emden am 6. September 2005 nach zweijähriger Sanierungs- und Umbauphase feierlich wieder eröffnet. Seine musealen Bestände sind Zeugnis einer europäischen Entwicklung und dokumentieren so die vielfältigen Geschichte Emdens und Ostfrieslands sowie die besonders engen Bezug dieser Region zu den Niederlanden.

Die Neupräsentation der Sammlungen umfasst eine Erweiterung des stadtgeschichtlichen Blickes auf regionale (ostfriesische) und überregionale (europäische) Fragestellungen und Zusammenhänge. Sie strebt eine Akzentuierung von Hauptthemen an, um eine klare Erzählstruktur zu erzielen und eine einfache Orientierung zu ermöglichen. Themen aus der Historie werden bis in die Gegenwart weiter erzählt, wo dies möglich und sinnvoll ist. Das neue Konzept vereinigt so eine präzise, traditionelle Objektpräsentation mit modernen Gestaltungsmitteln und überraschenden Präsentationsformen. Gegenwartsbezug, Medienangebote, Verständlichkeit komplexer Stoffe und Mehrsprachigkeit der Ausstellungstexte verdeutlichen dabei den Anspruch, auch jüngeres und überregionales Publikum zu erreichen.

Übrigens: Vom Rathausturm, von dem sechs Mal täglich ein Glockenspiel ertönt, bietet sich ein herrlicher Ausblick auf die Innenstadt, Teile der Schutzwallanlagen und den Hafen.

Kunsthalle in Emden
Für die Freunde moderner Kunst ist der Besuch der Kunsthalle in Emden, die Henri Nannen seiner Vaterstadt schenkte, ein Muss.

Zeigt sie doch eine hochkarätige Sammlung von Werken der Klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst. Dieses Kulturinstitut von überregionaler Bedeutung wurde auf Initiative von Henri Nannen in seiner Vaterstadt Emden geschaffen: Am 03. Oktober 1986 eröffnete der damalige Bundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker die Kunsthalle der Stiftung Henri Nannen als “Stätte der Begegnung mit der Kunst des 20. Jahrhunderts”. Kernstück ist die umfangreiche Expressionistensammlung von Henri Nannen, die Werke von Emil Nolde, Erich Heckel, Ernst Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff und anderen umfasst. Regelmäßig finden hier außerdem Sonderausstellungen berühmter und internationaler Künstler statt.

Im Jahre 2000 wurde der Erweiterungsbau der Kunsthalle eröffnet. Damit verdoppelte sich die Ausstellungsfläche auf 1700 qm. Anlass für die Erweiterung war die hochkarätige Schenkung des Münchner Galeristen und Sammlers Otto van de Loo, die rund 200 Werke von 25 Künstlern umfasst.

Die Kunsthalle hat außerdem die von der Backhuysen Gesellschaft getragene Emder Malschule aufgenommen sowie eine Cafeteria und ein Kommunikationszentrum. Vor dem Eingang und im Innenhof sind Bronzeplastiken von Gustav Seitz, Gerhard Marcks, Peter Großbach und anderen aufgestellt.

Gerade die Kunst des deutschen Expressionismus mit den Gruppen “Brücke” und “Blauer Reiter” stellt einen Höhepunkt in der variationsreichen und so differenziert präsentierten Kunst der Moderne der Kunsthalle in Emden dar.

Seit der Eröffnung im Jahre 1986 zählt das Haus jährlich etwa 100.000 Besucher und übertrifft damit die meisten Museen in Nordwestdeutschland. Diese immense Anziehungskraft des Hauses, das neben seinen Kunstausstellungen auch Kammerkonzerte, Lesungen und Vorträge bietet, ist nicht zuletzt den weltweiten Beziehungen und Kontakten seines Stifters zu verdanken.

Johannes a Lasco Bibliothek/Große Kirche
Ein Studienzentrum von überregionaler Bedeutung ist die nach dem polnischen Reformator und Humanisten benannte Johannes-à-Lasco-Blibliothek mit ihren wertvollen Handschriften und Buchbeständen.

Der mittelalterliche Bau der Großen Kirche von 1240 wurde 1943/44 zerstört. Die Ruine wurde mit moderner Architektur von 1992 bis 1995 wieder aufgebaut und in die Johannes a Lasco Bibliothek integriert. Dort befinden sich auch das restaurierte Grab des Grafen Enno II sowie die restaurierte monumentale Eingangswand im Antwerpener Renaissance-Stil des Cornelius Floris von 1560-1563.

Bunkermuseum
Das Emder Bunkermuseum zeigt auf mehreren Etagen Emden in der Zeit des Nationalsozialismus bis hin zur fast totalen Zerstörung und den Anfängen des Wiederaufbaus.

“Dat Otto-Huus”
Fans des deutschen Komikers OTTO können in dessen eigenem Museum, dem OTTO-HUUS, die Karriere ihres Idols anhand von Kuriositäten schmunzelnd nachvollziehen.

Vrouw Johanna Mühle
Galerieholländer direkt am Wall gelegen, erbaut 1804, wurde vom Emder Mühlenverein restauriert und wieder “gangbar” gemacht. Außenbesichtigung jederzeit möglich.

Mühle „Kost Winning“
Zweistöckiger Galerieholländer mit Windrosenanlage von 1732 im Ortsteil Larrelt, älteste ostfr. Windmühle, nach Renovierungsarbeiten wieder voll funktionsfähig.

Kesselschleuse
Europas einzige 4-Kammer Schleuse. Sie verbindet vier Kanäle miteinander und stellt ein auf wasserbaulichem Gebiet einmaliges, unter Denkmalschutz stehendes Bauwerk dar.

Güterzuglok
Seriennummer: 043 903-4, Baujahr 1943, ursprünglich mit Kohle befeuert, wurde im schweren Güterzugdienst bis 1977 zum Transport von Erz eingesetzt.

Hafentor
1635 erbaut von dem ehemaligen Stadtbaumeister Martin-Faber an der Einfahrt zum mittelalterlichen Hafen, dem heutigen Ratsdelft.

Pelzerhäuser
Einzige nach dem letzten Krieg erhalten gebliebenes Renaissancebürgerhäuser an der mittelalterlichen Pelzhändlerstraße (heute Pelzerstraße Nr. 11 und 12) im Altstadtbereich vermitteln den Eindruck eines Gebäudetyps im flämisch-niederländischen Stil des 16. Jahrhunderts, der das Architekturbild Alt-Emdens prägte. Pelzerhaus Nr. 11: Das 1575 erbaute und in den Jahren 2000/2001 restaurierte Renaissance-Haus ist das älteste Gebäude Emdens. Während die Fassade des an der Pelzerstraße 1909 unter der Verwendung alter Sandsteine völlig erneuert wurde, ist der Kern des Hauses Originalsubstanz aus dem letzten Viertel des 16. Jahrhunderts. Auf drei Etagen wird hier Emder und ostfriesi-sche Wohnkultur präsentiert. Im Erdgeschoss befindet sich eines der drei Trauzimmer des Standesamtes.

Pelzerhaus Nr. 12:
Das 1585 erbaute und um 1980 renovierte Haus gehört im Ensemble mit dem Pelzerhaus 11 zu den letzten Zeugen der wirtschaftlichen Blüte Emdens um 1600. Das mittlere Geschoss mit Schifferstube wird zur Präsentation kultur-historischer und volkskundlicher Bereiche, das Obergeschoss wird für Wechselausstellungen, Tagungen und Sitzungen genutzt - also gleichsam als städtische Galerie betrieben. Im Erdgeschoss befindet sich ein historisch eingerichtetes Restaurant mit Gemälden Alt-Emder Architektur, historischen Möbeln und einem Kaminzimmer.

Kanonen
Die Kanonen der “Kurbrandenburgischen Kolonie” als Denkmal einer großen Epoche in der maritimen Geschichte der Seehafenstadt Emden. Der Standort dieser Kanonen befindet sich vor dem Gebäude des Niedersächsischen Hafenamtes am Falderndelft.


Vielen Dank an Frau Dittmer von der Stadt Emden für diesen Text.


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