Reichenau (Lkr. Konstanz)

   Vorstellung
 

Sie sind hier: Wunderschönes Deutschland > Städte und Gemeinden > Baden-Württemberg > Reichenau (Lkr. Konstanz) > Vorstellung

Anfahrt

Verwaltung

Vorstellung

Bilder

Unterkünfte

Gastronomie

Beauty und Wellness

Fitness

Reisen und Verkehr

Rund ums Auto

Vereine und Gruppen

Veranstaltungen





Die (frühere) Klosterinsel Reichenau im Bodensee hat die UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen als Kulturlandschaft, die ein herausragendes Zeugnis von der religiösen und kulturellen Rolle eines großen Benediktinerklosters im Mittelalter ablegt. Die gut erhaltenen Kirchen der Insel bieten anschauliche Beispiele der klösterlichen Architektur vom 9. bis 11. Jahrhundert, die sorgfältig restaurierten Wandmalereien zeigen die Reichenau als "künstlerisches Zentrum mit großer Bedeutung für die europäische Kunstgeschichte des 10. und 11. Jahrhunderts”.

Pressemitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission, Bonn 30.11.2000

Die 4,5 km lange und 1,5 km breite Insel Reichenau ist die größte der drei Bodenseeinseln. Sie ist seit 1838 durch einen Damm mit dem Festland verbunden. Auf der Insel leben etwa 3500 Einwohner. Die Gesamtgemeinde Reichenau hat mit den zwei Ortsteilen auf dem Festland ca. 5000 Einwohner.

Im Jahr 724 gründete der Wanderbischof Pirmin auf der Insel ein Benediktinerkloster. Vom 8. bis 11. Jahrhundert entwickelte es sich als unmittelbares Reichskloster zu einem geistigen Zentrum des Abendlandes. Lehrer von Rang unterrichteten an der berühmten Klosterschule, aus der hervorragende Persönlichkeiten (Theologen, Politiker, Wissenschaftler, Dichter und Musiker) hervorgingen. Berühmt waren ferner die Klosterbibliothek, die "Reichenauer Malerschule" (Buch- und Wandmalerei) und die Goldschmiedekunst. Nach den goldenen Jahren der karolingisch-ottonischen Epoche verlor das Kloster im ausgehenden Mittelalter zunehmend an Bedeutung und es begann der geistige und wirtschaftliche Niedergang. 1540 wurde das Kloster in ein Priorat umgewandelt und 1757 durch Papst Benedikt XIV. aufgehoben.

Zeugen der großen Vergangenheit karolingischer Größe und klösterlicher Kultur sind die drei romanischen Kirchen der Reichenau:
Das Münster St. Maria und Markus, die ehemalige Klosterkirche, eine dreischiffige Basilika mit den ältesten Bauteilen aus dem Jahr 816 und einer reichen Schatzkammer.
St. Georg in Reichenau-Oberzell ist eine der am wenigsten veränderten romanischen Kirchenbauten (erbaut nach 888). Sie ist weltberühmt durch ihre ottonischen Wandbilder aus dem 10. Jahrhundert.
St. Peter und Paul in Reichenau-Niederzell ist eine doppeltürmige romanische Kirche des 11. und 12. Jahrhunderts mit einem herrlichen Wandbild in der Ostapsis.
Die große Vergangenheit spiegelt sich auch immer noch in den drei Inselfeiertagen, dem Markusfest (25. April), dem Heilig-Blut-Fest (Montag nach Dreifaltigkeitssonntag) und dem Fest Mariä Himmelfahrt (15. August). An diesen Feiertagen werden nach einem Hochamt im Münster die Reliquienschreine aus der Schatzkammer, begleitet von der historischen Bürgerwehr, in einer Prozession über die Insel getragen.

Haupterwerbszweig der Reichenauer Bevölkerung ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts der Gemüseanbau, der damals den vorherrschenden Weinbau abgelöst hat. Auf 220 ha Anbaufläche werden im Jahr rund 16.000 Tonnen Frischgemüse geerntet. Der Tourismus ist für die Reichenau (staatlich anerkannter Erholungsort) zweitwichtigster Wirtschaftszweig. In 900 Betten und auf den Campingplätzen werden im Jahr rund 200.000 Übernachtungen gezählt. Zwei Traditionserwerbszweige sind der Weinbau und die Fischerei.

Die Inselbesucher können sich im MUSEUM REICHENAU in drei neuen Museumseinheiten über die herausragende kulturhistorische Bedeutung der Reichenau informieren. Gemeinsam mit den drei romanischen Kirchen bilden die Museumsgebäude, die sich in unmittelbarer Nähe dazu befinden, ein „Informationsnetzwerk“ zum Weltkulturerbe „Klosterinsel Reichenau“. Die Eindrücke der verschiedenen musealen Stationen der Entdeckungstour über die Insel Reichenau ergänzen sich mit der Besichtigung der historischen Bauwerke zu einem Verständnis des „Geistes der Reichenau“.


Tourist-Information Reichenau
Pirminstraße 145
78479 Reichenau
Tel.: 07534/9207-0
Fax: 07534/9207-77
Internet: www.reichenau.de
e-mail: info@reichenau-tourismus.de



Vielen Dank an Frau Christ von der Tourist-Information Reichenau für den Text.


Bestellbutton

Bestellbutton

Bestellbutton